Die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) in Eschborn bei Frankfurt lud Anfang Februar zum International Organic Round Table ein. Der International Organic Round Table  ist eine Arbeitsgemeinschaft von Projektgruppen verschiedener Organisationen, die sich im Bereich der Ökologischen Landwirtschaft in Entwicklungsländern betätigen. Sie treffen sich einmal im Jahr zu einer Arbeitsbesprechung. Es waren neben Staatlichen Organisationen wie die GTZ und das DITSL aus Deutschland oder das „Centre for the Promotion of Imports from developing countries“ (CBI) aus Holland auch Internationale Organisationen wie die FAO vertreten. Aber auch nicht-staatliche Organisationen nahmen an dem Arbeitstreffen teil. So zum Beispiel HIVOS (Humanistisch Instituut voor Ontwikkelingssamenwerking), die ALIDES (Zentralamerikanische Allianz zur nachhaltigen Entwicklung) und NECOFA (Network for Ecofarming in Africa).

 

 

Ziel des Arbeitstreffens war es aufbauend auf das Treffen letzten Jahres weitere Schritte hinsichtlich der Vermarktungsförderung von Projekten aus Entwicklungsländern zu unternehmen. Dabei wurden die in der Runde vorhandenen Kapazitäten abgefragt, die durch die jeweilige Organisation geliefert werden kann. Mit der Zusammenführung der einzelnen Beiträge entsteht somit ein „Joint-Project“ mit dem unten weiter definierten Ziel. Anschließend legte sich die Arbeitsgruppe auf den weiteren Rahmen und die nächsten Schritte fest.

 

Der Rahmen in dem sich das Projekt bewegen wird ist nach Abschluss der Sondierungen Westafrika mit den Ländern Kamerun, Ghana, Senegal and Sierra Leone, sowie Länder aus Zentralamerika. Diese Länder werden durch die ALIDES ausgewählt und betreut. NECOFA Mitglieder aus Ghana und Kamerun sind herzlich eingeladen an dem Programm teilzunehmen. Die jeweilige Partnerorganisation übernimmt dabei die Koordination mit dem gesamten Projekt. Unterstützung wird es auch von den anderen Organisationen kommen. CBI, HIVOS, IFOAM, GTZ und DITSL können ihre Kompetenzen im Bereich der Kapazitätenbildung und der Marketingförderung einbringen.

 

Eine Liste von Produkten schränkt die Zahl der Produkte ein, deren Export durch das Programm gefördert werden soll. Dies hat den Zweck, die Übersichtlichkeit im gesamten Projekt beibehalten zu können. Die Liste wurde deshalb nach Beschluss der Runde auf Gemüse und Früchte beschränkt. Es ist zu erwarten, dass in den meisten Fällen getrocknete Waren gehandelt werden würden, da diese Produkte einfacher zu handhaben sind. Aber auch frische Früchte und Gemüse, sowie andere Formen ihrer Weiterverarbeitung können durch das Programm gefördert werden. Besonders interessant könnte aus Konsumentensicht heraus auch die Belieferung des europäischen Marktes mit für diesen Wirtschaftsraum eher unüblichen Gemüsesorten sein. Hier sollte jedoch zunächst erst einmal von einem eher geringeren Handelsvolumen ausgegangen werden.

 

Die Arbeitsgruppe des “International Organic Round Table” werden einen Projektantrag ausarbeiten, der das gesamte Projekt umspannt und die einzelnen Beiträge zusammenfasst. Der Antrag soll dann beim Bundesministerium für Zusammenarbeit eingereicht werden.

 


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