Hintergrund und Einleitung

 

Afrika steht großen Problemen wie Bodenerosion, Wüstenbildung, Waldflächenrückgang und Hungersnöten gegenüber. Die westliche Landwirtschaft konnte, trotz Versuchs, keine echten Lösungen für diese Probleme bereitstellen. Die Voraussetzungen in Afrika unterscheiden sich eben stark von denen im Westen. Die Menschen in Afrika sind arm und die meisten Länder hoch verschuldet obgleich oft reich an Ressourcen, aber meist mir fragilen Ökosystemen.

Die Entwicklung lokaler Technologien im Bereich der Ökologischen Landwirtschaft ist zur Erreichung des Ziels der Nachhaltigkeit notwendig. NECOFA  wurde 1998 in Äthiopien zur Unterstützung dieser Ziele gegründet.  

 

NECOFA wurde ausgerichtet auf den Austausch von Erfahrungen zwischen Kleinbauern und landwirtschaftlichen Fachkräften in Regierungsorganisationen und Nicht-Regierungsorganisationen aus den Bereichen der ländlichen Entwicklung, der Projektplanung, Forschung, Bildung und Beratung.

 

Forscher, Experten und lokale Bauern arbeiten eng zusammen um angepasste Technologien zu entwickeln, die die lokal spezifischen ökologischen, sozialen und kulturellen Probleme berücksichtigen.

 Die Ökologische Landwirtschaft kann die positiven Aspekte des indigenen Wissens der Bauern und deren eigenen Wege zu experimentieren aufgreifen, um lokal angepasste, sozial und ökologisch tragbare Lösungen hervorzubringen.

 

Die Landesgruppen, die NECOFA bilden kommen aus Äthiopien, Benin, Ghana, Kamerun, Kenia, Malawi, Namibia, Nigeria, Tansania, Sambia, Süd Afrika, Sudan und Uganda.

 

 

Die “NECOFA KUMASI DEKLARATION”

Die Teilnehmer des NECOFA- Nachbereitungsworkshop, abgehalten zwischen dem 26. September und dem 9. Oktober 2004 in Kumasi – Ghana, mit folgendem Thema:

 

„Die Förderung der Ökolandwirtschaft zur Gewährleistung der Ernährungssicherheit, dem Schutz der natürlichen Ressourcen, der Gesundheit und einer verbesserten Einkommenssituation.“ 

 

stellen nach kritischer Analyse fest, dass Afrikaner:

 

 

Weiterhin sind die Teilnehmer davon überzeugt, dass Afrika durch fortschreitendes und technologiebasiertes Fehlverhalten und der damit verbundenen Instabilität der Ernährungslage und dem Wachstum der Armut überfordert ist. Mit dem Wunsch Afrikas Zukunft in eine bessere zu verwandeln als heute wird gefordert, dass diese Bedingungen beseitigt werden müssen.

 

Deshalb erklären wir die Teilnehmer des NECOFA- Workshops dass:

 

1.     die armen Menschen ländlicher Gebiete das Recht gegeben wird an der Entwicklung und politischen Willensbildung aktiv teilzunehmen

2.     Armutsbekämpfungsmaßnahmen sollten vor allem auf Frauen und Jugendliche des ländlichen Raums ausgerichtet sein

3.     wir gegen den Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft sind, welche uns unsere Lebensgrundlage, die Natur gefährden kann und die Biodiversität bedroht

4.     die fortschreitende Neutralisation der afrikanischen Kultur muss Einhalt geboten werden.

5.     auch Afrikaner in der Lage sein müssen Zertifizierungsinstitute zu gründen, um Ökologische Produkte kostengünstiger zertifizieren zu können

 

Die Erklärung wurde am 07. September 2004 in Kumasi durch die Teilnehmer und Landesgruppenvertreter unterschrieben:

 

1. Kamerun: Anagho Richard Aba

2. Äthiopien: Asfaw Tihune

3. Ghana: Laurence Krampa

4. Kenia: Samuel Muhunyi

5. Nigeria: Edward Ogungbe

6. Süd Afrika: Thembinkosi Mhlongo

7. Sambia: Given Sikasote

8. Sudan: Fawzi Salih

9. Malawi: Victor Chipofya

10. Benin: Prosper Monde

11. Namibia: Frans Persendt

12. Uganda: Jolly Kabirizi

13. Tansania: Idd S. Mdanku

14. International Koordinator: Dr. Sahle Tesfai

 

 


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